Uniformfabrik Negele
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Historie
 

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Karl Jonathan Negele
24.12.1860 - 26.12.1899


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Karoline Christine Negele
19.1.1866 - 15.2.1960


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Karl Negele
13.10.1887 - 8.10.1972


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Wilhelm Negele
17.3.1891 - 3.4.1961


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Ulrich Negele senior



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Ulrich Negele junior



In der Tübinger Chronik Nr. 176 vom 31. Juli 1886 gab Karl Jonathan Negele seine Niederlassung als Säckler und Mützenmacher bekannt. Das war der Anfang der Uniformfabrik Negele.

Als der Firmengründer im Jahr 1899 starb, führte seine Frau Karoline Negele das Geschäft fort, bis die beiden Söhne Karl und Wilhelm nach dem 1. Weltkrieg die Firma übernehmen konnten. Damit war der Aufbau einer eigenen Näherei für Uniformen verbunden.

Der Kundenkreis wurde erweitert und 1922 wurde der erste Verein, eine Musikkapelle, eingekleidet.
Eine einschneidende Neuerung war die Anschaffung des ersten Autos, mit dem die Reisetätigkeit in Südwestdeutschland 1924 aufgenommen werden konnte. Der Kundenkreis umfasste in dieser Zeit Feuerwehren, Musikkapellen, Forstleute, Offiziere und Amtsboten. Eine Maßschneiderei für Zivilkleidung wurde neben dem Handel mit Militäreffekten betrieben.

Das Ende des 2. Weltkrieges war auch für die Uniformfabrik Negele ein schwerwiegender Einschnitt. Die früh angelegte Mehrgleisigkeit war für den Fortbestand wesentlich. Nur noch die Forstbeamten durften mit Erlaubnis und auf Bezugsschein der französischen Militärregierung Uniformen tragen.

Die Maßschneiderei für Zivilkleidung, und nach kurzer Zeit die Partnerschaft mit den Vereinen war die Basis für den Wiederaufbau.

1956 schied Karl Negele aus und an seine Stelle im Betrieb trat Ulrich Negele, der nach dem Tode seines Vaters Wilhelm Negele im Jahre 1961 alleine die Verantwortung übernommen hatte.

Zur Abrundung der kontinuierlich ausgebauten Produktionskapazität konnte 1973 die Firma Hessbacher in Spaichingen übernommen werden. Dort wurde die gesamte Näherei zusammengefasst.

Im Stammhaus in Tübingen sind Verwaltung, Einkauf, Zuschnitt, Verkauf und der Versand konzentriert. Das große und gut sortierte Lager, in dem beispielsweise 15000 m Stoff in allen Farben und Arten ständig bereit liegen, ist Voraussetzung für die Erfüllung der vielseitigen Kundenwünsche.

Am 18. August 1989, an seinem sechzigsten Geburtstag, übergab Ulrich Negele sen. an seinen Sohn, den Schneider und Kaufmann Ulrich Negele jun. die Leitung der Firma. Die vierte Generation in direkter Linie führt nun die Uniformfabrik Negele GmbH & Co. KG.

Ulrich Negele sen. bleibt dem Familienunternehmen weiterhin verbunden und steht jetzt eher mit Rat als mit Tat zur Verfügung.

In mehr als 100 Jahren ist ein großes Potential an Fachwissen gewachsen. Dies zu fixieren und für die Zukunft zu dokumentieren, hat sich Ulrich Negele sen. jetzt zur Aufgabe gestellt.

Mit der Anschaffung eines aufwendigen Schnittcomputers wurden 1989 neue Dimensionen der Investition erreicht. Das Spezialwissen der langjährigen Mitarbeiter für hunderte von Modelltypen im Trachten-, Uniform- und Kostümsektor in der Bandbreite von historisch getreu bis modern kreativ wird hier in mühevoller Kleinarbeit erfasst und gespeichert.

"Labor et audacia" ist der Leitspruch, den die Familie Negele in ihrem Wappen führt (labor [lat.] Arbeit, audacia [lat.] Wagemut). In über hundert Jahren haben Arbeit und Wagemut Bestand und Entwicklung der Firma Negele für die Zukunft gesichert. So wird heute in die Partnerschaft mit Vereinen, Verwaltung und Wirtschaft "Qualität und Erfahrung" auf höchstem Niveau eingebracht.

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